Teichmuscheln

Marcus Kuhn am 7. November 2006 um 21:07

Die Malermuschel bevorzugt als Lebensraum Seen, Altwasser, Teiche und ruhig fließende Bereiche von Flüssen. Ihr 7 bis 10 cm lange Schalen stecken gewöhnlich bis zu 1/3 im Schlamm oder Sand ihrer Wohngewässer. Wenn sie vorwärtskriechen, müssen die Muschel sich quasi durch den Untergrund pflügen. Während ihrer Entwicklung benötigen die Muschellarven (Glochidien) Fische als Wirte. Dort wachsen sie in den Kiemen heran und werden schließlich abgestoßen. Die erwachsene Malermuschel kann bis zu 10 Jahre alt werden. Ihren Namen verdanken diese Muscheln noch der Zeit, in der Maler in den leeren Schalen ihre Farben angerührt und gemischt haben.

Die Bachmuschel wird auch gemeine oder Kleine Flussmuschel genannt, ist ebenfalls ein ausgesprochener Fließwasserbewohner. Sie bevorzugt jedoch weniger stark fließende Bäche und Flüsse als die Flussperlmuschel. Die Bachmuschel war eine in ganz Bayern verbreitete und sehr häufige Art. Noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie in Massen aus den Gewässern geschaufelt und an Enten verfüttert. Bis in die 50er Jahre war sie die häufigste Muschelart in Bayern. Trotz ihrer etwas geringeren Ansprüche an die Wasserqualität - die von ihr bevorzugten Gewässer sind von Natur aus nährstoffreicher - liegt ihr Bestandsrückgang heute bei nahezu 100 %.  Die Bachmuschel ist mit 4-11 cm deutlich kleiner als die Flussperlmuschel, die bis zu 16 cm lang werden kann. Ihre Lebensdauer hängt stark von der Temperatur des Gewässers ab in dem sie lebt. Durchschnittlich liegt ihr Alter 15 bis 25 Jahren; in sehr warmen Bächen kann sie aber auch nur 10 Jahre alt werden. Die Bachmuschel lebt tief in den kiesigen Bachboden gegraben und man muss schon sehr genau hinsehen, will man in der kleinen Erhebung da zwischen den Steinen, das Ende einer Muschel erkennen. Durch zwei schmale Öffnungen strudeln unermüdliche Flimmerhärchen einen zum Atmen notwendigen Wasserstrom zwischen die beiden Schalenhälften, aus dem gleichzeitig auch die Nahrung herausgefiltert wird.

Die große Teichmuschel ist eine ausgeprägte Stillwasserart, die man meistens in Seen, Altwässer und Teichen findet. Sehr selten findet man Kümmerformen in den Fließgewässern. Bei den 12 bis 20 cm langen Muschel (maximal bis zu 26 cm) handelt es sich um Zwitter. Die Fortpflanzung erfolgt über sogenannte Glochidien (Muschellarven), die während des Winters in Brutkiemen zurückgehalten werden. Im Frühjahr werden sie dann ausgestoßen.Während ihrer Entwicklung benötigen die Glochidien Fische als Wirte. Teichmuschellarven können sich an zahlreichen Fischarten und an fast allen Körperteilen des Fisches entwickeln. Die Umwandlung vollzieht sich je nach Temperatur in 2 bis 8 Wochen, ohne das ein Wachstum stattfindet.

Die Gemeine Teichmuschel bevorzugt Flüsse mit einer ruhigen Strömung, Strombuchten, durchströmte Altwasser, Seen, aber auch Bäche mit schlammig, grobsandig, kiesigem Untergrund als Lebensraum. In warmen nährstoffreichen Gewässern kann diese Art oft bis zu 15 cm Länge erreichen. Ihre Lebenserwartung in diesen Gewässern beträgt dann bis zu 5 Jahre. Besiedelt die Gemeine Teichmuschel aber kältere Gewässer, so beträgt die Lebensdauer bis zu 15 Jahre. Die Fortpflanzung erfolgt im Gegensatz zur Großen Teichmuschel meist getrenntgeschlechtlich; ansonsten verläuft sie aber ähnlich.

Die Wandermuschel, auch “Zebramuschel” genannt, erkennt man durch das dunkle Zickzackband und der stumpfen Außenkante. Man findet diese Muschel hauptsächlich in Flüssen und Seen. In Freising (Bayern) befinden sich dichte Bestände in der Amper und am Ammerseeauslauf. Eingeschleppt wurde diese Muschel im 19. Jahrhundert durch die Schifffahrt. Ursprünglich war diese Art in kaspischen und pontischen Flüssen beheimatet.

Die Kugelmuscheln besitzen oft kugelige bis eiförmige Schalen, die meistens eine Länge zwischen 8 und 25 mm besitzen. Der Schalenwirbel liegt bei dieser Gattung in der Mitte oder ganz kurz davor. Bei den Kugelmuscheln handelt es sich um sogenannte “Filtrierer”, die sich ihre Nahrung in Form von kleinsten organischen Partikeln und Kleinlebewesen aus dem Wasser filtern. Man findet die Kugelmuscheln häufig in langsam fließenden bzw. stehenden oder moorigen Gewässern. Auch im Feinsand oder Schlamm großer Fließgewässer ist die Kugelmuschel beheimatet.

Der Goldfisch

Marcus Kuhn am 5. November 2006 um 18:06

Der Goldfisch ist der Ideale Gartenteichfisch, er ist ein friedlicher Schwarmfisch, gut zur Vergesellschaftung geeignet. Um das interessante Laichverhalten beobachten zu können, ist Arthaltung angebracht. Der Goldfisch ernährt sich von Flockenfutter, Lebendfutter sowie von pflanzlicher Nahrung. Mit seiner rotorange-glänzenden Färbung ist der Goldfisch einer der am leichtesten zu erkennenden Fische.
 

Goldfische sind reine Zuchtfische. Das heißt, sie kommen so wie wir sie heute kennen, nicht in der Natur vor, sondern wurden vom Menschen gezüchtet. Sie stammen von der Silberkarausche ab, einem Fisch, der zur Familie der Karpfen und damit zu den Knochenfischen gehört. Die Karpfen sind eine der ältesten und in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika am weitesten verbreiteten Gruppe der Süßwasserfische.
 
Die Vorfahren der Goldfische, die Silberkarauschen, sind dunkelgrünbraun bis schwarzgrau gefärbt und zeigen an den Seiten einen silbrigen Glanz. Die Goldfische hingegen sind rotorange bis gelblich gefärbt, tragen oft weiße oder schwarze Flecken und glänzen golden. Es gibt sie in vielen Farbvarianten und mit vielen verschiedenen Mustern.

Außerdem gibt es viel Zuchtformen mit ganz seltsamen Körperformen und besonders geformten Flossen. Diese können zum Beispiel schleierartig sein. Manche haben auch kugelförmig hervorstehende Augen. Goldfische erreichen ein Länge von etwa 24 Zentimeter. Wenn sie sehr viel Platz haben, können sie auch bis zu 50 Zentimeter groß werden. Sie haben einen hochrückigen Körper und ein unterständiges Maul. Das bedeutet, dass das Maul nicht in der Mitte, sondern in der unteren Hälfte des Kopfes sitzt. Männchen und Weibchen sind kaum zu unterscheiden.  

Heute werden Goldfische auf der ganzen Welt gehalten. In Südeuropa leben heute verwilderte Goldfische in Teichen und Flüssen. Ihre ursprüngliche Heimat kennt man nicht genau. Man weiß aber, das sie zuerst in China gezüchtet wurden. Dort gab es wohl schon vor über 2500 Jahren Goldfische. Ihre Vorfahren, die Silberkarauschen, kommen aus Ostasien.  
Goldfische sind reine Süßwasserfische. Sie leben in Teichen und anderen ruhigen Gewässern, in denen viele Pflanzen wachsen. Sie werden auch in Aquarien gehalten. Neben dem einfachen, ursprünglichen Goldfisch gibt es heute mindestens 120 verschiedene Zuchtformen:

Dazu gehören zum Beispiel der Schleierschwanz und der Fächerschwanz, die beide schleierförmige Flossen haben, der Perlschupper mit aufgewölbten Schuppen, der Löwenkopf, dessen Kopf seltsame Auswüchse trägt oder der Himmelsgucker, der hervortretende, nach oben gerichtete Augen besitzt. Goldfische werden sehr alt: Sie können bis zu 30 Jahre, in seltenen Fällen sogar bis zu 40 Jahre leben.
 

Shubunkin

Marcus Kuhn am 4. November 2006 um 20:33

Der Shubunkin gehört zu einer der vielen Goldfischzuchtformen und soll ersmalig um 1900 in Japan gezüchtet worden sein.

In verschiedener Literatur werden neben dem Shubunkin noch besondere Zuchformen beschrieben wie der London-Shubunkin, American-Shubunkin oder der Bristol-Shubunkin. Insbesondere in England und Amerika wurden Ausstellungsstandards zu diesen besonderen Formen festgelegt. Der Shubunkin ist ein langgestreckter Goldfisch mit einfacher, längerer Schwanzflosse. Er hat bis zu 5 Farben in unterschiedlichsten Farbkombinationen. Die Grundfarbe kann weiß, rot oder auch blau sein. Besonders begehrt sind blaue Shubunkin , insbesondere die sehr seltenen dunkelblauen Fische. Durch das individuelle Farbmuster mit vereinzelten perlmuttartigen Schuppen ist der einzelne Fisch sehr gut zu identifizieren. Wer einen Goldfischteich anlegen möchte sollte ihn mit Shubunkin besetzen, denn unter deren Nachkommen befinden sich immer normale einfarbige Goldfische mit Glanzschuppen.

Bitterling

Marcus Kuhn am 2. November 2006 um 20:23

Der Bitterling gehört zur Familie der Karpfenfische, er lebt in Mittel- und Osteuropa in flachen und ruhig fließenden Gewässern sowie in Seen. Der Bitterling ist ein friedliebender Schwarmfisch, gut zur Vergesellschaftung geeignet. Um das interessante Laichverhalten beobachten zu können, ist Arthaltung angebracht und Muscheln müssen vorhanden sein. Für die Bitterling Zucht ist Sandboden und Muscheln wichtig. Der Bitterling frisst Flockenfutter, Lebendfutter und pflanzliche Nahrung.

 

 

 

 

Koi

Marcus Kuhn am 1. November 2006 um 18:45

Der Koi (Farbkarpfen) ist eine Zuchtform des Karpfens, die in der japanischen Provins Yamakoshi auf der Insel Honshu herangezüchtet wurde. Heute ist der Koi weltweit verbreitet, doch liegt das Zentrum der Zucht immer noch in Japan. Aber auch in Europa finden sich zunehmend mehr ernsthafte Koi Liebhaber.

Der Koi ist ein liebevoller Fisch, der sehr zutraulich werden kann. Einige Koi fressen ihrem Besitzer aus der Hand. Koi fühlen sich nur in Gruppen wohl.

Koi gründeln gerne, deshalb benötigen sie feinsandigen Bodengrund. Da Koi wenn Sie älter werden alles an Pflanzen abfressen, sollten nur sehr robuste Pflanzen in den Teich gepflanzt werden. Gute und ständige Filterung ist notwendig, ebenso wie regelmäßige Teilwasserwechsel. Koi sollten nur in ausreichend großen Teichen gehalten werden. Der Koi frißt Spezialfutter, Lebendfutter, Flockenfutter sowie Salat.